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Schutzschild gegen Ideenklau: Bedeutung von Markenschutz für Soloselbstständige und Gründer

Für Soloselbstständige und Gründer heißt es vielerorts, endlich mit der eigenen Geschäftsidee richtig durchzustarten. Herausfordernd genug sind die Vorbereitungen für die Gründung und nun lässt sich das eigene Gedankengut in bares Geld verwandeln. Doch Vorsicht! Wer sich nicht frühzeitig um das Thema Markenschutz kümmert, läuft Gefahr, von Nachahmern imitiert zu werden. Das mag sich zunächst schmeichelhaft anhören, ist für Gründer jedoch der absolute Gau. Wie Sie sich gegen den Klau Ihrer Geschäftsidee schützen können und welche Rolle in diesem Zusammenhang der Markenschutz spielt, lesen Sie hier.

Was ist eine Marke?

Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der sowohl rechtliche Relevanz besitzt, als auch für das Marketing eines Unternehmens bedeutend ist. Eine Marke fasst sämtliche Merkmale des Unternehmens, die den Unternehmensgegenstand abbilden, zusammen. Aus rechtlicher Sicht ist eine Marke ein Zeichen, welches mit einem Schutz versehen ist.

Was ist Markenschutz?

Der Markenschutz geht aus dem Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen (kurz: MarkenG) hervor. Ergänzt wird er durch die Markenschutzverordnung. Diese Rechtslage soll die eingetragene Marke davor schützen, von anderer Seite nachgeahmt zu werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine eingetragene Marke und alle damit in Verbindung stehenden Zeichen - außer vom Markeninhaber - nicht genutzt werden dürfen. Ein nicht legitimiertes Kopieren von Inhalten im Zusammenhang mit dem Markenschutz ist ebenfalls untersagt. Wird gegen den Markenschutz durch Dritte verstoßen, kann gegen diese ein Strafverfahren eingeleitet werden. Schützen lässt sich der Name eines Unternehmens oder Produkts, aber auch die Gestaltung eines Produkts im Hinblick auf das Designrecht. Ebenso können Klänge, Farben, Multimediazeichen und Hologramme Teil des Markenschutzes sein.

Warum ist Markenschutz wichtig?

Mit dem Aufbau einer Marke kann eine ganze Welt rund um das geschützte Produkt oder die mit einem Markenschutz versehene Dienstleistung geschaffen werden. Dem Markeninhaber räumt dies sämtliche Rechte ein und er kann die Marke nutzen, um das damit verbundene Unternehmen weiterzuentwickeln. Außerdem dient der Aufbau einer Marke dem Ausbau der Reichweite und somit einem erhöhten Bekanntheitsgrad. Ganz gleich, ob es sich um ein einzelnes Produkt oder eine gesamte Markenwelt handelt: Der Markenschutz dient im Endeffekt als Kundenbindungsinstrument und das Unternehmen lässt sich über die Marke eindeutig identifizieren.

Weitere wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang sind:

  • Vermeiden der doppelten Verwendung des Unternehmensnamens
  • Ausschluss von Verwechslungen
  • Customer Experience auf emotionaler Ebene
  • Aufbau von Vertrauen in das Unternehmen

Wo lässt sich der Schutz einer Marke beantragen?

Für das Erlassen des Markenschutzes ist das Deutsche Patent- und Markenamt (kurz: DPMA) zuständig. Wenn Sie einen Antrag auf Markenschutz stellen, ist zunächst zu prüfen, ob der Gegenstand der Marke bereits einem Schutz unterliegt. So kann ausgeschlossen werden, dass die Interessen eines anderen Markeninhabers der eigenen Markenschutzbeantragung entgegenstehen. Weiterhin wird die allgemeine Verfügbarkeit der zu schützenden Zeichen geprüft. Fehlt die Unterscheidungsfähigkeit, ist ein Hoheitszeichen enthalten oder verstößt der zu schützende Gegenstand gegen gute Sitten, ist ein Markenschutz ausgeschlossen.

Surf-Tipp

Wenn Sie einen Markenschutz beantragen möchten, gilt es, im Vorfeld gründlich zu recherchieren. Lexware bietet Ihnen hierzu weitere Informationen und unterstützt Sie auf Ihrem Weg zum Markenschutz: https://www.lexware.de/wissen/marketing-vertrieb/marke/

 

 

Ein Beitrag von Thomas Hoffmann
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Thomas Hoffmann ist 1964 in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach seinem Abitur studierte er Germanistik und Amerikanistik und arbeitete daraufhin als freier Journalist und Übersetzer. Im Zuge dieser Tätigkeit kam er in Kontakt mit betriebswirtschaftlichen Themen und eignete sich ein umfangreiches Wissen an. Spezialisiert hat er sich auf Themen rund um Existenzgründung, Buchhaltung und Personalführung.