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Content Marketing: der Weg in die nachhaltige Unabhängigkeit für Gründer und Kleinunternehmer

Unternehmer gründen mit dem Ziel der Unabhängigkeit. Primär steht für viele kleine und große Gründer die digitale Positionierung ihres Unternehmens an erster Stelle. Content Marketing kann hierfür einen wahrhaft nachhaltigen Beitrag leisten. Doch gerade in den frühen Gründungsphasen besteht die Gefahr - und auch Versuchung - auf Paid Channels (Google Adwords, etc) als “quick fix” für schnelle Sichtbarkeit zurück zu greifen. Nachhaltig ist das nicht. Und so stellt sich die Frage: “Wollen Sie abhängig bleiben auf Ihrem eigentlichen Ziel in die Unabhängigkeit?” Der Fall Content Marketing für Kleinunternehmen wurde schon in einem unserer Beiträge beleuchtet, doch jetzt wollen wir es genauer wissen, wie damit im Vergleich zu bezahlten Kanälen nachhaltiges Wachstum zu erreichen ist - für klein und groß.

Was bringen Paid Channels und was nicht?

Machen wir uns nichts vor, Pay-per-Click (PPC) Kampagnen, wie Google Adwords haben Vorteile, das bestreitet hier niemand. Zum einen wird man im Netz schnell sichtbar, ohne Vorarbeit geleistet zu haben. Zum anderen sind Kampagnen gut messbar und schnell zu realisieren. Die andere Seite der Sichtbarkeitsmedaille - die Organic Search - wird dabei allerdings außer Acht gelassen. Das hat weitreichenden Konsequenzen, denn Vermarktungshebel, wie Brand-Building und -differenzierung, Kundenloyalität und vor allem Suchmaschinenpositionen werden vernachlässigt bzw. nicht bedient.

Warum ist Content Marketing nachhaltig?

Content Marketing

Lösen wir doch gleich das Rätsel, warum Content nachhaltig ist: vergleichen kann man die Investition in Inhalte mit dem Kauf eines beliebigen Assets. Zum Beispiel ein Werkzeug, welches Sie vermieten. Nach einigen Vermietungen ist die Investition gedeckt und das Asset wird danach rentabel. Genauso verhält es sich mit Inhalten, denn sie sind eine Investition. Ist der Inhalt einmal abbezahlt, sind sie nach dem Break-Even-Point hochprofitabel, denn sie bleiben als Vermögenswert erhalten, ganz im Gegensatz zur PPC-Einmalinvestition. Zurück zum Beispiel der Werkzeugvermietung: geht das Werkzeug einmal kaputt, lässt die Performance nach. Sie müssen es reparieren. Mit Inhalten ist das ähnlich, denn Sie können bei mäßiger Performance nachoptimieren.

Eine rentable Investition bietet Ihnen also Unabhängigkeit - das ist der “Business Case Content Marketing”. Und wie läuft das mit PPC-Kampagnen? Nun, diese bedingen immer Ausgaben. Ist das Marketingbudget erschöpft, sinkt die Performance und der Umsatz. Das Unternehmen kann sich auch bei Geldknappheit keine Ruhepausen leisten, denn kein Asset wirkt im Hintergrund - ein Teufelskreis!

Die Nachhaltigkeit ist sozusagen das Fundament des Content Marketing, denn Inhalte haben Bestand. Die inhaltsgetriebene Vermarktung wartet allerdings mit weiteren Vorteilen auf, die PPC-Kampagnen schwerer abdecken können.

Realisierung von Unternehmenszielen: Kundenbindung, Kundenloyalität, Brand-Building und Differenzierung

Kundenbindung kann über beide Channels, PPC und Content Marketing, stattfinden. Ein Zusammenspiel beider ist in diesem Fall sogar empfehlenswert! Anders verhält es sich mit der Kundenloyalität. Diese wird über bezahlte Werbung nicht aufgebaut, denn Markenaufbau und Differenzierung zur Konkurrenz finden selten statt. Sie als Unternehmer bieten mit nachfrageorientierten Inhalten einen Mehrwert an. Das heißt, dass Sie mit dem Aufbau einer Experten- und Themenwelt Fragestellungen Ihrer Kunden behandeln und beantworten. Ihre Kunden kaufen eher bei Ihnen, wenn Sie sich informiert und aufgeklärt fühlen. Außerdem haben Kunden verschiedene Fragen während ihrer Customer Journey. Das bietet wiederum weitere Touch-Points, die Sie monetarisieren können - vorausgesetzt sie holen Ihre Kunden dort ab. Ferner differenzieren Sie sich als Experte gegenüber Ihrer Konkurrenz, indem Sie mit Inhalten Ihre USPs darstellen. All diese Unternehmensziele - Brand Awareness, Reputation, Differenzierung - werden durch Inhalte begünstigt und aufgebaut. In diesem Sinne ist Content Marketing bezahlter Werbung weit überlegen.

Organic Search Traffic: Inhalte brauchen Zeit, sind danach aber profitabel

In den Suchmaschinen können Sie auf zwei Wegen gefunden werden. Über Werbung oder/und in den Suchmaschinenpositionen (SERPs). Wenn es mit der Sichtbarkeit schnell gehen soll, punktet bezahlte Werbung ganz klar. Doch wie steht es mit unserem zentralen Thema der Nachhaltigkeit? Werbung muss immer refinanziert werden. Inhalte dagegen müssen im schlimmsten Fall" nachoptimiert werden. Um mit einem Inhalt auf der ersten SERP zu landen, brauchen Sie vor allem Zeit. Danach allerdings stellt die organische Suche, vor allem für deutsche Online-Shops den wichtigsten und profitabelsten Kanal der Leadgenerierung dar. Überzeugen Sie also Suchmaschinen mit relevanten Inhalten, statt sie zu bezahlen. Je mehr Inhalte sie generieren, desto besser wird die Reichweite und Sichtbarkeit Ihrer Domain und somit Ihre Profitabilität. Diese positive Feedbackschleife steht in krassem Kontrast zum schon erwähnten Teufelskreis und ist Teil des Fundaments der Nachhaltigkeit!

Und warum ist das wichtig für Kleinunternehmer und Gründer?

Die Unabhängigkeit als unser zweites zentrales Thema ist DAS Argument schlechthin für Kleinunternehmer. Unabhängigkeit braucht man vor allem, wenn das Geld mal knapp ist und Marketing trotzdem weiterlaufen soll. Hinzu kommt noch die angedeutete positive Feedbackschleife. Sie ist Teil dieses interessanten Konstrukts, denn Inhalte wirken kumulativ. Das heißt, dass jeder veröffentlichte Content online bleibt und auf ihm aufgebaut wird. Mit steigendem Content-Volumen steigt die Marketingeffizienz – Cost-per-Lead und Cost-Per-Order nehmen immer weiter ab. Sie als Kleinunternehmer haben also konstante, steigende Einnahmen, die über geldknappe Zeiten hinweghelfen können.

Vergessen Sie auch nicht, dass Sie sich mit Ihrer eigenen Themenwelt von den großen Marktplätzen unabhängig machen. Investieren Sie die eingesparte Provision, die Sie z.B. auf Amazon Marketplace entrichten, in zusätzlichen Content und profitieren Sie so von dieser weiteren positiven Feedbackschleife. Mehr Inhalte begünstigen - Sie ahnen es - eine eindeutigere Differenzierung gegenüber Mitbewerbern (die sich genauso auf Amazon tummeln), bessere Brand-Awareness und alle schon genannten Vermarktungshebel, die zu nachhaltigem Wachstum führen.

Von diesem profitieren ebenso Gründer auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit. Für sie macht es gerade Sinn von Anfang an in eine nachhaltige Strategie zu investieren. Der ROI wächst mit der Zeit und mit dem Unternehmen.

Als kleine Einführung zum Business-Case Content Marketing sollen diese Argumente genügen. Interessierte, die die Bedienung dieser Vermarktungshebel genauer kennenlernen wollen, werden in linkbird’s Whitepaper fündig. Es erklärt die zu implementierende Strategie und was der Content eigentlich beinhalten muss, inklusive praktischer Checklisten.

Fazit

Content Marketing und Paid Channels schließen einander nicht aus. Eine Symbiose beider kann zuweilen vorteilhaft sein. Wenn es allerdings um Nachhaltigkeit geht - Stichwort “lohnende Investition” - so ist Content Marketing der klare Sieger, denn es bedient eine breite Palette von unternehmerischen Zielen.

Bild: billionphotos.com
Ein Beitrag von Nicolai Kuban

 

Über den Autor und das Unternehmen

Nicolai Kuban (https://www.xing.com/profile/Nicolai_Kuban) ist Gründer und CEO der linkbird GmbH. linkbird vertreibt mehrfach ausgezeichnete Content Marketing Software, die Unternehmen dabei hilft, nachfrageorientierten Content zu produzieren, zu veröffentlichen und zu vermarkten, um unabhängiger gegenüber bezahlter Marketing-Kampagnen zu werden.

Der Berliner Unternehmer blickt auf mehr als neun Jahre Erfahrung im Aufbau und der Führung von Digitalunternehmen zurück. Kuban fokussiert sich auf die strategische Unternehmensentwicklung, sowie operativ auf die Implementierung, Skalierung und das Controlling erfolgreicher Online Marketing, Vertriebs- und E-Commerce Prozesse.