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Knowledge im Team ausbauen – 5 Tipps

Wissen ist Macht. Das gilt auch für Unternehmen. Egal, in welcher Branche Sie tätig sind, das Wissen Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein essenzieller Bestandteil für langfristigen Unternehmenserfolg. Um das meiste aus den Kenntnissen und Fertigkeiten herauszuholen, sollten diese intern geteilt werden. Wir geben Ihnen 5 Tipps, wie Sie das Knowledge in Ihrem Team effektiv ausbauen.

Tipp 1: Machen Sie den Wissensaustausch zur Gewohnheit

Die Wissensweitergabe unter Kolleginnen und Kollegen sollte möglichst einfach vonstattengehen. Hier darf es keinerlei Hürden oder Erschwernisse geben. Am besten funktioniert es, wenn der Austausch von Knowledge in die alltäglichen Prozesse des Unternehmens eingebaut wird. So gehört er bald zur Routine und wird auch nicht vergessen.

Stellen Sie bei Neueinstellungen klar, dass der Zusammenhalt im Team und damit auch der kontinuierliche Wissensausbau hohe Priorität hat und einen wesentlichen Bestandteil Ihrer Unternehmensphilosophie ausmacht. Tun Sie dies am besten gleich zu Beginn, etwa während des Bewerbungsprozesses.

Tipp 2: Knowledge-Zeitfenster erstellen

Häufig liegt das Problem bei der Weitergabe von hilfreichen Informationen darin, dass es an Zeit mangelt. Wenn Deadlines drängen und Projekte abgeschlossen werden müssen, wird diesen meist Vorrang gegeben. Der Ausbau der eigenen Kenntnisse oder das Protokollieren kürzlich gemachter Erfahrungen wird hintenangestellt. Das geht auch anders.

Zum einen hilft es, regelmäßige Meetings einzuberufen, in denen sich alle dem unternehmensinternen Wissensaustausch widmen. Was funktioniert? Was könnte besser sein? Was sind die Best Practices? Werfen Sie Fragen auf und regen Sie zum Nachdenken an. Ermutigen Sie das Team, offen zu diskutieren und ehrliche Antworten zu geben. Es kann nur voran gehen, wenn alle mitmachen. Allgemein sollte in der Unternehmenskultur auf ein Miteinander statt auf steile Hierarchien gesetzt werden.

Zum anderen empfehlen wir fixe Zeiten festzulegen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit haben, neu gewonnene Erkenntnisse in einem dafür eingerichteten Tool festzuhalten. Diese Termine können insbesondere von Neuzugängen genutzt werden, sich mit dem Wissen der anderen auseinanderzusetzen. Zudem bekommen sie hier die Chance, sich mit den Projekten und typischen Arbeitsprozessen vertraut zu machen.

Tipp 3: Zeit für Neues

Doch es braucht nicht nur Zeit, um bisher gefestigtes Knowhow für Andere festzuhalten. Um dieses überhaupt weitergeben zu können, braucht es ebenfalls Zeit und Knowhow. Aus diesem Grund sind Fortbildungen und Schulungen das A und O, wenn es darum geht, nicht den Anschluss zu verlieren.

Ermöglichen Sie Ihren Arbeitskräften, sich in den verschiedensten Themengebieten weiterzubilden. Dabei können Sie entscheiden, ob Sie ihnen bei der Themensuche freie Wahl lassen oder aber einen Themenkatalog vorgeben, aus dem ausgewählt werden darf. Vor allem in größeren Unternehmen ist es durchaus sinnvoll, wenn die Richtung von oben vorgegeben wird.

Die freigespielte Zeit kann außerdem zur Abwicklung interner Projekte oder zur Einarbeitung von Verbesserungsvorschlägen genutzt werden. Das stärkt die Zusammenarbeit im Team und hilft dabei, eventuelle Probleme gleich im Keim zu ersticken.

Tipp 4: Wertschätzung/Anreize

Jeder Mensch ist anders. Eines haben aber alle gemein: Wir freuen uns darüber, wenn wir für unsere Taten Wertschätzung erfahren. Speziell, wenn dies im Arbeitskontext stattfindet. Aus diesem Grund sollten Sie dafür sorgen, dass sich ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört und ernst genommen fühlen.

Sticht eine Person besonders heraus oder bringt sich vermehrt ein, sollte dies auch Beachtung finden. Je nach verfügbaren Optionen kann er oder sie in eine höhere Position kommen, mehr Gehalt oder eine Prämie erhalten, oder in Meetings und Sitzungen positiv hervorgehoben werden.

Tipp 5: Kennen Sie Ihre Rechte und Pflichten

Wenn es um die reine Weitergabe von Wissen innerhalb des Unternehmens geht, müssen Sie aus rechtlicher Sicht nicht allzu viel beachten. Möchten Sie jedoch Azubis in Ihrem Betrieb ausbilden, ist es wichtig, die Rechte und Pflichten eines Ausbildungsbetriebs zu kennen. Die gesetzlichen Grundlagen, die hier eine Rolle spielen, sind im Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, sowie dem Jugendarbeitsschutzgesetz zu finden.

Ersteres listet vorwiegend die Voraussetzungen des Betriebs sowie benötigte Qualifikationen für Ausbilderinnen und Ausbildner auf. Zweitere bezieht sich auf weitere Bestimmungen für die Ausbildung in Handwerksbetrieben. In Letzterem sind spezielle Schutzmaßnahmen für arbeitende Jugendliche, etwa zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Art der Arbeit, festgehalten. Die Genehmigung für einen Ausbildungsbetrieb erhalten Sie von der jeweils zuständigen Stelle.

Warum der Wissenstransfer nicht unterschätzt werden sollte

Ob die Zukunft eines Unternehmens von Erfolg gekrönt ist, hängt zu einem großen Teil vom gesammelten Knowledge der eigenen Belegschaft ab. Wenn das Wissen untereinander geteilt wird, gehen die Arbeitsschritte leichter und schneller von der Hand. Damit nimmt nicht zuletzt die Effizienz im Arbeitsalltag zu.

Darüber hinaus stärkt es den Teamgeist und verhindert Konkurrenzdenken. Ziehen alle an einem Strang, wird schlussendlich mehr geschafft als im Alleingang. Auch der Austritt einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters kann besser gestemmt werden, wenn es mehrere Personen gibt, die mit der Thematik vertraut sind.

Um das Knowledge in Ihrem Team auszubauen, braucht es eine Priorisierung des unternehmensinternen Wissensaustauschs. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt werden, um sich damit auseinanderzusetzen und die eigene Wissensdatenbank ausbauen zu können. Auch die Wertschätzung des Einzelnen darf dabei nicht zu kurz kommen.

Ein Beitrag von Jasmin Link
Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Zur Autorin: Jasmin Link verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich Aus- und Weiterbildung und ist Gründerin und Geschäftsführerin des E-Learning-Unternehmens AEVO Akademie, das Kunden online auf den Ausbilderschein vorbereitet.


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