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Google Analytics in WordPress einbinden: Möglichkeiten und Datenschutzmaßnahmen

Google Analytics gilt vielerorts als das Tool schlechthin, wenn es um das Tracking von Websitebesuchern geht. Was jahrelang problemlos möglich war, wurde durch Datenschutzbestimmungen ein Stückchen komplexer. Hier soll erklärt werden, wie Google Analytics dennoch genutzt werden kann. Als Umgebung dafür soll das beliebte Content Management System WordPress dienen.

Die Grundlage: Wie Google Analytics in WordPress integriert wird

Es gibt dafür mehrere Methoden, um Google Analytics mit WordPress zu verbinden. Die zwei unter WordPress-Usern populärsten dürften aber die folgenden sein.

Google Analytics Tracking Code direkt einbinden

Ein Weg, der für WordPress aber auch andere Systeme funktioniert, ist das direkte Einbinden des Tracking-Codes. Dieser findet sich bei der Einrichtung von Google Analytics, später auch unter „Verwaltung“ / „Property-Einstellungen“ / „Tracking-Code“.

Damit Google Analytics genutzt werden kann, muss es bei dem Aufruf einer Website einen Code ausführen. Dieser Code muss auf jeder einzelnen Unterseite, die später in der Auswertung erscheinen soll, vorhanden sein.

Der Tracking-Code lässt sich direkt im Quellcode von WordPress einbauen. Natürlich könnte man hingehen und ihn händisch in jedem Artikel und auf jeder Seite einbauen. Effizienter ist ihn aber an einer Stelle zu setzen, wo er automatisch auf jeder Seite ausgespielt wird. Hierfür kann z.B. die Datei „header.php“ dienen.

Im Hinterkopf sollte dabei behalten, dass der Tracking-Code bei einer Aktualisierung von Themes oder WordPress selbst überschrieben werden kann. Das lässt sich mit Child-Themes umgehen. Bequemer und zeitsparender ist aber ein dafür gebautes Plugin.

Wie Google Analytics per Plugin eingebaut wird

Ein Plugin kann in WordPress dafür genutzt werden, zusätzliche Funktionen zu erhalten. Seitenbetreiber bleibt somit die Arbeit mit dem Quellcode erspart. Es gibt auch Plugins, die die Integration von Google Analytics erlauben. Dazu zählen z.B. „Google Analytics Dashboard Plugin“ von MonsterInsights sowie „GA Google Analytics“ von Jeff Starr.

Letzteres ist dann sinnvoll, wenn die Auswertung der Besucherzahlen in Google Analytics erfolgen soll und es reicht allein den Tracking-Code zu implementieren. Das Plugin von MonsterInsights kommt mit einigen Funktionen mehr.

Sobald eines der Plugins installiert wurde, lässt es sich recht unkompliziert mit Google Analytics verbinden. Ab dann sollte die Messung der Besucherzahlen beginnen. Doch vorher sollten sich Websitebtreiber mit Datenschutzvorkehrungen auseinandersetzen.

Tipp:

Ein professioneller Webhoster für WordPress liefert nicht nur verschiedene Add-Ons, Plugins und Templates für das Content Management System. Er unterstützt ebenso bei Fragen zum Datenschutz und sichert die von ihm betreuten Projekte vor schädlichen Angriffen.


 

Datenschutzvorkehrungen für eine sichere Nutzung von Google Analytics

Google Analytics sammelt nämlich recht viele Daten und ist damit einigen Datenschützern ein Dorn im Auge. Durch eingeführte Gesetze rund um den Datenschutz kann das Tool nicht mehr problemlos in seiner vollen Funktion genutzt werden.

Eine wichtige Grundlage bei dem Thema bildet der sogenannte Cookie-Banner. Dabei handelt es sich um einen Dialog, der beim Besuch der Website gezeigt wird. Besucher können damit entscheiden, von welchen Diensten sie Cookies gesetzt haben wollen und von welchen nicht. Der Tracking-Code von Google Analytics wird so erst dann gefeuert, wenn Besucher ihr Einverständnis dazu gegeben haben.

Auch für diese Aufgabe gibt es WordPress-Plugins. Recht bekannt ist Borlabs Cookie. Diese Erweiterung bietet die gewünschten Funktionen und erlaubt es Google Analytics erst nach Erlaubnis des Website-Besuchers zu starten.

Technisch etwas komplexer, dennoch einen Blick wert, ist die IP-Anonymisierung. Durch diese wird die IP des Besuchers verändert und kann daher nicht zur Identifikation des Besuchers genutzt werden. Nähere Informationen um die Funktionsweise und Aktivierung stellt Google selbst bereit.

Daneben gilt, wie bei jedem Tool, das Daten sammelt, dass Google Analytics unbedingt in der Datenschutzerklärung mit aufgenommen werden sollte.

Mit den beschriebenen Maßnahmen ist die Grundlage für eine datenschutzfreundlichere Nutzung von Google Analytics gelegt. Wer einen anderen Weg einschlagen und weniger Daten sammeln will, findet auch Alternativen zu Google Analytics. Sie kommen z.B. ohne Cookies aus. Zwar werden dafür weniger Daten gesammelt, diese können in manchen Fällen aber ausreichend sein.

Ein Beitrag von Simon Riedel
Bild: Kevin Phillips auf Pixabay

Disclaimer: Der Autor dieses Artikels ist kein Jurist, daher stellt dieser Artikel keine Rechtsberatung dar. Zudem gilt zu beachten, dass neue Entwicklungen rund um das Thema Datenschutz die Informationen in diesem Artikel veralten lassen können.