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Kriterien zur Auswahl des richtigen CMS bei der Erstellung einer Website für Existenzgründer

Auf eine professionelle Homepage kann heute kaum ein Unternehmen mehr verzichten. Potenzielle Kunden und Auftraggeber, die auf der Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sind, wollen möglichst schnell und einfach das passende Angebot finden - und dafür bedienen sie gerne die Suchmaschinen. Unternehmen, die womöglich das perfekte Angebot zur Verfügung stellen würden, aber keine Website vorzuweisen haben, sind bereits hier aus dem Rennen.

Dass eine eigene Website für Existenzgründer genauso ein Muss wie für etablierte Unternehmen ist, steht somit nicht infrage. Doch wie kommt man als Gründer mit einem womöglich kleinem Startkapital überhaupt zu einer hochprofessionellen Website? Entscheidend dafür ist unter anderem das gewählte Content Management System, kurz CMS.

1. Der Zweck der Nutzung

Essenziell bei der Wahl eines CMS ist der Zweck, den es erfüllen soll. Es stellt sich nicht nur die Frage nach dem Bedarf einer internen oder einer externen Nutzung. Auch weitere Funktionen, wie die Einbindung eines Blogs oder eines Forums sollten die Auswahl grundsätzlich beeinflussen. Weiterhin spielen auch die gebotenen Produkte eine wichtige Rolle. Lässt sich ein Onlineshop überhaupt anbinden und wie sieht der Vertrieb digitaler Produkte aus?

2. Die Inhalte

So gut wie jedes Content Management System ermöglichen inzwischen die uneingeschränkte Nutzung von Bildern, Videos und Texten auf der Website. Vielleicht ist das aber noch nicht genug. Wer auf Bildergalerien, auf einen RSS-Feed oder auf verschiedene Sprachversionen nicht verzichten möchte, muss sich selbst informieren, ob diese Inhalte auch durch das präferierte CMS abgedeckt werden.

3. Die Usability und das Nutzermanagement

Content Management Systeme weisen teils große Unterschiede im Bereich ihrer Usability auf. Für manche bedarf es besondere Skriptsprachen, während andere unkompliziert von einer Agentur betreut werden. Wie einfach die Benutzeroberfläche zu bedienen sein muss, ist auch davon abhängig, wie viel Vorerfahrung die Nutzer haben, die später auf das CMS Zugriff haben sollen. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich auch die Frage nach der Anzahl der Nutzer, die das Content Management System zulässt.

4. Die Sicherheitsfaktoren

Die Sicherheit des CMS ist das A und O, wenn auf der Website mit sensiblen (Kunden-)Daten umgegangen werden soll. Eine Verschlüsselung via SSL-Zertifikat reicht da nicht unbedingt aus. Daher sollte sich der Existenzgründer umfangreiche Informationen zur Verarbeitung der Formulare und zu einer etwaigen Captcha-Funktion einholen.

5. Die SEO

Eine unkomplizierte und doch umfangreiche Verwaltung von Links und Metadaten sollte das CMS auf jeden Fall bieten können. Auch eine Optimierung der Ladezeiten und die Überprüfung von textlichen Inhalten auf Basis von SEO-Kriterien innerhalb des Content Management Systems sollte im Idealfall möglich sein.

6. Die Anpassungsmöglichkeiten

Jedes Unternehmen ist auf seine Art einzigartig und benötigt daher auch ein einzigartiges Backend, das sich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Besonders relevant ist die Frage nach der individuellen Anpassung und Erweiterung des CMS, wenn der Aufbau einer umfangreichen Website bevorsteht.

7. Der Support

Der Support hilft, wenn Fragen zum CMS auftreten. Er dient allerdings auch der vorzeitigen Lösung von Fehlern, die sich in das Content Management System eingeschlichen haben. Wie zuverlässig ist der Support des präferierten CMS? Stellt ein einzelnes Unternehmen den Support oder handelt es sich um eine Nutzerschaft? Wie groß und wie kompetent ist diese? All das sind Fragen, die bei der Auswahl des passenden Content Management Systems eine große Rolle spielen.

Fazit

Existenzgründer setzen ganz bewusst auf Content Management Systeme. Websites, die mit einem CMS erstellt wurden sind meist deutlich einfacher zu bedienen, als Homepages ohne CMS. Auch die Kosten bleiben in einem überschaubaren Rahmen und doch gibt es häufig umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für eine individuelle Website-Gestaltung. Damit das eigene Vorhaben gelingt und nicht am gewählten CMS scheitert, sollte es nach den genannten Kriterien ausgewählt werden. Spontanentscheidungen sind hier fehl am Platz.

 

Ein Beitrag von Martin Schmidt
Bild: StartupStockPhotos auf Pixabay